Im Rahmen des Aktionsmonats „Safer Internet“ macht derzeit die Wanderausstellung #SID2026AT im Inntalcenter Telfs Station. Die Schau zeigt eindrucksvoll, wie intensiv sich Jugendliche mit Chancen und Risiken der digitalen Welt auseinandersetzen. Ziel ist es, einen offenen Austausch zu fördern und gemeinsam daran zu arbeiten, dass Internet und Schule Orte bleiben, an denen Respekt, Fairness und Zusammenhalt zählen. Zu sehen bis 16. Mai 2026.
Verständnis statt Verbote
Begrüßt wurden die Gäste von Doris Sailer von der Kriminalprävention des Landeskriminalamts Tirol. In ihren einleitenden Worten erläuterte sie die Zielsetzung des Projekts, das im Dezember 2025 gestartet wurde und Jugendliche aktiv in Präventionsarbeit einbindet: „Aufklärung, Verständnis, Dialog und Prävention müssen im Vordergrund stehen – nicht Verbote. Gerade im digitalen Raum braucht es Achtsamkeit und gegenseitigen Respekt“.
Neun Schulen beteiligt
Entstanden ist die Wanderausstellung im Rahmen eines tirolweiten Projekts, organisiert von Julia Avancini, Präventionsbeamtin im Bezirk Innsbruck-Land. Schülerinnen und Schüler aus neun Schulen setzten sich innerhalb nur eines Monats intensiv mit zentralen Fragen ihres digitalen Alltags auseinander. Die daraus entstandenen Plakate sind kreativ, reflektiert und teils sehr eindringlich – und machen sichtbar, wie differenziert junge Menschen digitale Entwicklungen wahrnehmen.
Die beiden Schülerinnen Julie Gratl (r.) und Emily Larcher (3c BRG Telfs) erklärten Bgm. Härting ihren Plakatentwurf.
Breite Themenpalette
Die Themenpalette ist groß: exzessive Nutzung, Fake News, Manipulation durch Algorithmen, Hass im Netz, Cybermobbing, Grooming, sexuelle Ausbeutung, Datenschutz & Privatsphäre, Vergleichsdruck & psychische Gesundheit. Aber auch positive Aspekte der digitalen Welt finden ihren Ausdruck in den Plakaten.
Frühzeitig Kompetenzen erwerben
Bürgermeister Christian Härting unterstrich bei der Eröffnung die große Bedeutung von Aufklärung und Prävention: „Gerade für junge Menschen ist es entscheidend, frühzeitig Kompetenzen für einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu erwerben. Das gilt umso mehr in Zeiten rasanter technischer Entwicklungen und künstlicher Intelligenz, wo viele Fallen lauern.“
Persönliche Einblicke
Besonders anschaulich wurde die Ausstellung durch die Beiträge der Jugendlichen selbst: Julie Gratl und Emily Larcher aus der Klasse 3c des BRG Telfs erklärten ihr gestaltetes Plakat, das sie im Workshop mit Professorin Sabine Haudum erarbeitet hatten. Sie gaben dabei persönliche Einblicke in ihre Gedanken, Erfahrungen und Botschaften an Gleichaltrige.
Safer Internet für Alle
Die ausgestellten Plakate richten sich bewusst nicht nur an Jugendliche, sondern an die gesamte Öffentlichkeit. Sie laden zum Innehalten, Nachdenken und zum Dialog ein und sollen zu mehr Verantwortung, Zivilcourage und Achtsamkeit im digitalen Raum beitragen. Die Botschaft: Safer Internet beginnt bei uns allen – online wie offline.
Beim Rundgang zu den Plakaten im Inntalcenter.