Eine kurze Geschichte der Tiroler Menschheit (20. September um 19:30 Uhr)
Eine humorvolle Analyse der Tiroler Seele von den Anfängen im Eis bis heute - das Kultstück zum Nachlesen und Schmunzeln.
Tirol ist mehr als nur ein Land - es ist ein Zustand, ein Mythos und manchmal ein einziges großes Missverständnis. Nach dem überwältigenden Erfolg bei den Tiroler Volksschauspielen in Telfs bringt Thomas Gassner seine "Kurze Geschichte der Tiroler Menschheit" nun in einer einzigartigen Buchfassung heraus. Dabei handelt es sich um weit mehr als ein bloßes Theatermanuskript: Gassner adaptiert das Stück für das Lesepublikum, fügt erzählerische Überleitungen hinzu und ergänzt die acht ursprünglichen Bilder um zwei brandneue Akte. Von den ersten Regungen im ewigen Eis über einen höchst eigentümlichen Kreuzzug ins fiktive Grumserlochtal bis hin zur Generalprobe für die (unvermeidliche) Freiheitsrede - diese satirische Zeitreise lässt kein Klischee aus, nur um es anschließend liebevoll und bissig zu zerlegen. Illustriert wird dieser Husarenstreich durch die Tiroler Identität von Hubert Flattinger. In der Tradition von Sepp Schluiferers "Fern von Europa" ist dieses Buch eine scharfzüngige Bestandsaufnahme eines Volkes zwischen Tradition, Tourismus und dem unerschütterlichen Glauben an die eigene Legende.
Mit ihrem unverwechselbaren Zugang zum Hackbrett hebt Maria Ma ein Instrument aus volksmusikalischer Tradition in neue musikalische Sphären. Sie komponiert Musik, die zwischen Pop, Jazz und alpiner Weltmusik angesiedelt ist und einen Klangraum eröffnet, der zugleich archaisch und modern wirkt. Gemeinsam mit Sebastian Wiesflecker an der E-Gitarre schafft sie eine hold-wilde Mischung aus obertonreich-schwebenden Melodien und erdigen Rhythmen.
Das Feinripp-Ensemble & Freunde lesen und Maria Ma und Sebastian Wiesflecker musizieren.
Diese Kombination verspricht einen heiter skurrilen Abend, bei dem ein wenig nachgedacht werden kann, vielleicht ein Tränchen vergossen wird, aber vor allem viel gelacht werden soll und großartige Musik zu hören ist.
Anmeldung unbedingt erbeten unter kultur@telfs.gv.at
Eintritt: € 22,-
Ticketkauf direkt an der Abendkassa (nur Barzahlung möglich)
altbewährt und neudefiniert
Nach mehr als 20 Jahren stellt Bernhard Witsch – der Rostbaron wieder in einer Einzelausstellung in seiner Heimatgemeinde Telfs aus. Erstmals rein abstrakte Skulpturen laden im Vorgarten der Villa Schindler ein, von allen Seiten visuell und haptisch erforscht zu werden. Die Skulpturen tragen Frauennamen, weil es ja auch DIE Skulptur heißt, erklärt Bernhard Witsch. Namen von Frauen, die für ihn eine Assoziation zur Skulptur erzählen. Ob zu allen auch die Geschichten erläutert, bleibt abzuwarten!
Die Skulpturen sind sorgfältig entworfen, zusammengeschweißt und künstlich gerostet. Jeder Blickwinkel eröffnet neue Perspektiven und auch der Blick durch die Skulptur immer wieder ein Fenster zu einer weitern.
Von 15. Mai bis 30. Oktober 2025 sind die Skulpturen im Garten der Villa Schindler ausgestellt. Die Ausstellungseröffnung findet am Mittwoch, 14. Mai 2025 um 19:00 Uhr statt.
ZEUGS!
Zeugs, Krempel, Fundus oder doch museumsrelevante Objekte? Die Ausstellung stellt die Frage, was in Museen eigentlich sammlungswürdig ist, und warum etwa eine alte Maggidose von den Strapazen der FabriksarbeiterInnen erzählt. Was hat Trockenmilch mit dem Marshallplan zu tun? Objekte in Museen müssen und sollen nicht zwingend einen materiellen Wert habe, sondern Geschichten erzählen. Objekte die früher alltäglich waren und heute kaum noch bekannt sind. Objekte von denen wir nicht wissen, wozu sie verwendet wurden und bei denen wir die BesucherInnen um Mithilfe bitten. Objekte, die kurios sind.
Im Appetizermuseum ist ein Auszug aus der Ausstellung Zeugs, die im Sommer 2025 in der Villa Schindler gezeigt wurde, zu sehen. Unter dem Titel Mini Zeugs werden Objekte aus den Depots der Telfer Museen gezeigt. Der Fokus der Ausstellung liegt darauf, in die Vergangenheit einzutauchen, Vergessenes wieder zu entdecken und die Geschichten hinter Alltagsgegenständen zu erfahren. Eine kurzweilige und informative Pause vom stressigen Leben in der Untermarktstraße 20 bei freiem Eintritt. Die Sepp Schwarz Krippe ergänzt die Ausstellung in der weihnachtlichen Zeit.
SAMMELN – BEWAHREN – ERFORSCHEN – AUSSTELLEN – VERMITTELN
Ausstellungen sollen nicht nur das eigene Wissen erweitern, sondern auch Freude, Erstaunen oder Anregung sein. Zeugs! Ist eine kunterbunte Ausstellung, die viele kleine Geschichten erzählt. Unter anderem auch über Objekte die anonym abgegeben wurden und im Separee gezeigt werden… Jugendfrei sind sie definitiv nicht!
Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 11. Juni, 19:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 12. Juni bis 30. Oktober 2025
Zusätzliches Programm:
Samstag, 27.09.: Jakuba Konzert, 19:00 Uhr, Villa Schindler
Donnerstag, 26.06., 17.07., 21.08., 18.09., 30.10.: Kuratorinnenführungen, 18:00 Uhr, Villa Schindler
Donnerstag, 17.07., 21.08., 18.09.: Kinderworkshop für Kinder ab 8 Jahren (Anmeldung unter kultur@telfs.gv.at)
Öffnungszeiten:
Mittwochs 14:00 - 17:00 Uhr
Donnerstags 17:30 - 20:00 Uhr
Samstags 13:00 - 17:00 Uhr
Das Gericht Hörtenberg
Schon von weitem sieht man die Burg Hörtenberg, mittlerweile nur noch als Ruine, hatte doch ein Blitzeinschlag das darin gelagerte Pulver zum Explodieren gebracht.
Rechtsordnung, Gerichtsbarkeit, Rechtsprechung aus den vergangenen Jahrhunderten sind Themen, die auch heute noch faszinieren. So erstaunen nicht nur die Anklagen, etwa eine von 1794, wegen der Verleumdung ein Hurenjäger zu sein, oder die Eheansuchen mit der moralischen Einschätzung des jeweiligen Pfarrers.
- Was wurde angeklagt und warum?
- Wer waren die KlägerInnen und welche Strafen hatte man zu erwarten?
- Warum wurde aus einem verbal persönlichen Angriff gleich ein Rechtsstreit und warum war die eigene Ehre so wichtig?
- Wie war das Gericht mit Richtern und Pflegern aufgebaut und wie sah die Rechtsstaatlichkeit aus?
- Auf welche Gesetzgebung konnte man sich stützen?
In der Ausstellung wird der Ort Hörtenberg mit den damaligen Aufgaben eines Gerichts (hohe und niedere Gerichtsbarkeit), den Richtern und der Verwaltung thematisiert. Die Gesetzgebungen wie etwa der maximilianischen Halsgerichtsordnung, die Karls V. und Maria Theresias und ihre jeweiligen Neuerungen leiten über zu den Verurteilungen, die anhand der einzelnen Viten veranschaulicht werden. Verleumdungen, Eheansuchen, Trennung von Tisch und Bett, Zaubereianklage, Totschlag, Wilderei, Verfolgungswahn und einiges mehr werden zum Staunen, Schmunzeln und hoffentlich Nachdenken anregen. Auch wenn die originalen Akten leider großteils verloren gegangen sind, gibt es doch einige Quellen, die auch den Vorgang einer Befragung oder Leichenbeschau genauer beschreiben.
Wurde die Hohe Gerichtsbarkeit tätig, musste ein Scharfrichter seine Arbeit verrichten. Für Telfs war der Scharfrichter von Hall zuständig und auch diese Tätigkeit eines „unreinen“ Berufes wird genauer beleuchtet.
Welche Strafen für welche Vergehen zu erwarten waren, beschreibt die Halsgerichtsordnung von Maximilian I.
Einige der Anklagen muten für uns heutzutage eher kurios an. Auch diese finden in der Ausstellung ihren Raum, zum Reinschmökern und Schmunzeln.
16.05. - 09.11.2024
Mittwoch 14 - 17 Uhr
Donnerstag 17:30 - 20 Uhr
Samstag 13 - 18 Uhr
Eintritt frei, an Feiertagen geschlossen.