GWT stärken Vogelschutz: Fachinput und Schulprojekt bringen neue Nistplätze

Eine Gruppe von Menschen, die auf Stühlen vor einem Bildschirm sitzenKatharina Bergmüller, BirdLife Österreich, informierte die Poly-SchülerInnen und das GWT-Team über den Vogelschutz in Österreich.Die Gemeindewerke Telfs (GWT) setzen gezielte Maßnahmen zum Schutz der Natur und beziehen dabei bewusst auch junge Menschen ein. Sie verfolgen einen Ansatz, der fachliche Expertise mit praxisnaher Bildungsarbeit verbindet. Auf Einladung der GWT brachte BirdLife Österreich aktuelles Fachwissen zum Vogelschutz ein. Poly-SchülerInnen verfolgten nicht nur den Vortrag, sondern setzen nun ein konkretes Folgeprojekt um. Rund 30 Nistkästen werden von ihnen gebaut und im Gemeindegebiet montiert.

Fachwissen trifft Engagement der Jugend

Im Fokus standen aktuelle Erkenntnisse zum Schutz heimischer Vogelarten, insbesondere im Kontext von Bau- und Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Wasserinfrastruktur. Dabei wurde deutlich, dass natürliche Brutplätze zunehmend verloren gehen und künstliche Nistmöglichkeiten an Bedeutung gewinnen. BirdLife-Expertin Katharina Bergmüller vermittelte praxisnah, wie Brut- und Lebensräume geschützt werden können und welche Rolle Infrastrukturprojekte dabei spielen. 

Verantwortung bei Infrastrukturprojekten

„Ein Großteil unserer Arbeiten findet in ökologisch sensiblen Bereichen statt. Umso wichtiger ist es, unsere Projekte im Einklang mit der Natur umzusetzen und dabei auf fundiertes Fachwissen zurückzugreifen“, betont Emanuel Renner, Bereichsleiter für Trinkwasser und Abwasser bei den GWT. „Der Austausch hilft uns, unsere Maßnahmen noch gezielter und nachhaltiger auszurichten.“

Auch GWT-GF Gordon Köll unterstreicht die Bedeutung: „Als regionaler Infrastrukturpartner tragen wir Verantwortung – nicht nur für eine sichere Versorgung, sondern auch für den Schutz unserer Umwelt. Der fachliche Input gibt uns wichtige Impulse, den Naturschutz noch stärker in unsere tägliche Arbeit zu integrieren.“

Gerade im Wasserbereich – etwa bei Hochbehältern, Quellenfassungen oder Kanalnetzen – ist die Rücksichtnahme auf Brutzeiten, bestehende Lebensräume und mögliche Störfaktoren für Vögel ein zentraler Bestandteil einer zeitgemäßen Planung

Lernen vor Ort: Praxis im Gelände

Nach dem Fachvortrag folgte der Schritt ins Gelände: Gemeinsam mit ExpertInnen besichtigten die SchülerInnen das laufende Sanierungsprojekt beim Hochbehälter Rollmühle. Dort erlebten sie hautnah, wie technische Maßnahmen und ökologische Anforderungen zusammengeführt werden. Der Naturschutz wurde damit unmittelbar greifbar.

Konkrete Maßnahmen: Nistkästen aus dem Poly

Das Projekt bleibt jedoch nicht beim Wissenstransfer. In einem nächsten Schritt setzen die SchülerInnen das Gelernte eigenständig um: Sie fertigen rund 30 Nistkästen an, die anschließend im Gemeindegebiet montiert werden.

Damit leisten die GWT gemeinsam mit den Jugendlichen einen konkreten und nachhaltigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in Telfs und stärken gleichzeitig das Bewusstsein für Umwelt- und Naturschutz bei der nächsten Generation.

Eine Gruppe von Menschen, die vor einem Gebäude stehenGemeinsam mit Emanuel Renner (links) besichtigten die Poly-SchülerInnen die aktuellen Sanierungsmaßnahmen des Wasserhochbehälters Rollmühle.