Estmeister-Park: Gemeinderat widmet Flächen für grüne Oase im Zentrum

Mit dem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss sind die planungsrechtlichen Grundlagen für den Estmeister-Park geschaffen: Im Untermarkt entsteht auf einer heute überwiegend versiegelten Fläche ein öffentlicher Park – ergänzt durch leistbaren Wohnraum und eine Tiefgarage.

Eine Gruppe von Menschen, die in einem Innenhof spazieren gehenSo wird das Quartier „Estmeister-Park“ in der Süd-Ansicht aussehen. © ARGE Studio Lois Architektur + Architektin Iris Reiter

Schenkung als Ausgangspunkt

Der Ursprung des Projekts liegt in einer außergewöhnlichen Initiative. Durch die Schenkung mehrerer Grundstücke durch die Familie Estmeister erhielt die Marktgemeinde die Möglichkeit, eine seit 2007 als Parkplatz bewirtschaftete Fläche im Untermarkt dauerhaft neu zu gestalten. Im Schenkungsvertrag verpflichtete sich die Marktgemeinde, auf den ehemaligen Estmeister-Grundstücken ab 2029 für zumindest 50 Jahre einen öffentlichen Park zu errichten und zu betreiben. Die glückliche Fügung eines Ankaufs östlich benachbarter Grundstücke im Ausmaß von 700 m2 eröffnete der Gemeinde eine größere planerische Perspektive: Unter dem Gesamtareal kann nun eine öffentliche Tiefgarage entstehen. 

Neuer Grünraum für Alle

Geplant ist ein rund 860 m2 großer Park mit Bäumen, Sitzgelegenheiten, Brunnen und begrünter Laube  – ein öffentlich zugänglicher Ort für Begegnung, Erholung und Aufenthalt. Neue Wege zur Rosengasse und zum Widumanger binden den Park stärker in das bestehende Ortsgefüge ein. Wo sich heute überwiegend versiegelte Flächen und oberirdische Parkplätze befinden, entsteht neuer Grünraum im Zentrum. Bepflanzungen, wasserdurchlässige Oberflächen und klimaresiliente Baumarten sollen das Mikroklima im ohnehin schon grünen Ortskern zusätzlich verbessern.

Städtebauliche Aufwertung des Untermarkts

Der Estmeister-Park ist jedoch mehr als ein Parkprojekt. Er ordnet eine seit Jahren bestehende Baulücke im Untermarkt neu und ergänzt sie sinnvoll. Zu diesem Zweck vergibt die Gemeinde das Baurecht an einen gemeinnützigen Wohnbauträger zur Entwicklung. Im Wettbewerb wurde von der Jury das Projekt der TIGEWOSI ausgewählt. Es verbindet den Park mit zwölf westorientierten Mietwohnungen, Geschäftsflächen im Erdgeschoß und einer öffentlichen Tiefgarage mit 44 Stellplätzen samt Zufahrt über die Rosengasse. Der von der ARGE Studio Lois Architektur + Architektin Iris Reiter geplante Neubau fügt sich als Giebelhaus ins Ortsbild ein, die begrünte Westfassade schafft den Bezug zum Park.

Ein Grundriss eines GebäudesDie nun gewidmeten Flächen im Grundriss. Rechts die Rosengasse, unten die Untermarktstraße. © ARGE Studio Lois Architektur + Architektin Iris Reiter

Meilenstein im Verfahren

Mit den Beschlüssen hat der Gemeinderat die widmungs- und bebauungsrechtlichen Voraussetzungen für die nächsten Verfahrensschritte geschaffen. Bürgermeister Christian Härting (WFT) bezeichnet den Beschluss als wichtigen Meilenstein für die Entwicklung des Ortszentrums: „Der Estmeister-Park ist eine große Chance. Aus einer privaten Schenkung entsteht dauerhaft öffentlicher Mehrwert: neuer Grünraum für alle Telferinnen und Telfer, zusätzlicher Wohnraum und gesicherte Stellplätze fürs Zentrum und die dort ansässigen Betriebe. “ Mit dem Baubeginn rechnet der Bürgermeister im Frühjahr 2027, damit der Park laut Schenkungsvertrag bis 1. Jänner 2029 fertiggestellt werden kann.

Das Projekt wurde von Beginn an fraktionsübergreifend unterstützt; auch die Annahme der Schenkung und der Grundstücksankauf wurden einstimmig beschlossen. Die Gemeinde bekennt sich damit zu einer Entwicklung, die ökologische, städtebauliche und soziale Ziele verbindet.