Mit dem Ankauf der westlich vom Enberger-Schulzentrum gelegenen Grundstücke setzt der Gemeinderat auf eine langfristige Bildungsentwicklung.
Mit einer richtungsweisenden Entscheidung hat der Gemeinderat der Marktgemeinde Telfs die Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Bildungsstandortes geschaffen. In seiner jüngsten Sitzung wurde der Ankauf von rund 3.500 Quadratmetern Grund westlich des Einberger-Schulzentrums einstimmig beschlossen. Die Flächen werden für das derzeit geplante Einberger-Schulzentrum nicht benötigt. Sie eröffnen jedoch eine einmalige Chance, den Bildungsstandort langfristig weiterzuentwickeln und auch kommenden Generationen ausreichend Raum zu bieten.
Bereits zu Beginn der Gemeinderatsperiode haben sich sämtliche Fraktionen gemeinsam zum Ziel gesetzt, den bisherigen „Fleckerlteppich“ der Bildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen in Telfs schrittweise zu ordnen und an einem zentralen Standort zusammenzuführen. Nach intensiven und langjährigen Verhandlungen mit den Grundeigentümern ist es nun gelungen, die dafür entscheidenden Flächen zu sichern.
Ein historischer Schritt für kommende Generationen
Mit dem Grundstücksankauf schafft die Marktgemeinde jene Entwicklungsreserven, die Gemeinden dieser Größe nur äußerst selten zur Verfügung stehen. Langfristig soll dadurch die Möglichkeit entstehen, das Einberger-Schulzentrum gemeinsam mit dem Kinderkompetenzzentrum (KIKO) zu einem modernen Bildungscampus in Zentrumsnähe weiterzuentwickeln und die Einrichtungen der Elementarpädagogik an einem Standort zu bündeln.
„Wir kaufen diese Grundstücke nicht, weil wir sie heute brauchen, sondern weil sie unsere Kinder und Enkelkinder in Zukunft brauchen werden. Wer Verantwortung für eine Gemeinde trägt, muss Chancen nützen, wenn sie sich bieten. Diese Gelegenheit kommt wahrscheinlich kein zweites Mal“, betont Bürgermeister Christian Härting.
Gerade im dicht verbauten Ortsgebiet seien zusammenhängende Flächen in unmittelbarer Nähe bestehender Bildungseinrichtungen kaum mehr verfügbar. Deshalb sei der Ankauf eine Investition mit Weitblick, die den Handlungsspielraum der Gemeinde für die kommenden Jahrzehnte sichere.
Der nun beschlossene Grundstücksankauf ist daher weit mehr als eine Investition in Grund und Boden, er ist eine Investition in die Zukunft der Marktgemeinde Telfs und in die Bildungs- und Entwicklungschancen der nächsten Generationen.
Nutzung in mehreren Etappen
Die Grundstücke werden zum Preis von 750 Euro pro Quadratmeter erworben. Ein Grundstück kann von der Marktgemeinde unmittelbar genutzt werden. Die übrigen Flächen samt Wohnhaus verbleiben für weitere fünf Jahre unentgeltlich bei den bisherigen Eigentümern und gehen anschließend vollständig in die Nutzung der Gemeinde über. Im Kaufpreis enthalten sind außerdem die Holz- und Streunutzungsrechte für sieben Waldparzellen mit einer Gesamtfläche von 16.491 Quadratmetern.
Finanzierung solide abgesichert
Die Finanzierung erfolgt über eine Entnahme aus der Allgemeinen Rücklage in Höhe von 640.000 Euro sowie durch erwartete Mehreinnahmen aus Erschließungskosten von rund 360.000 Euro. Zusätzlich wird eine Förderung des Tiroler Bodenfonds beantragt. Der verbleibende Finanzierungsbedarf soll über ein möglichst zinsgünstiges Darlehen des Landes Tirol gedeckt werden.
Mit dem Ankauf von rund 3.500 Quadratmetern eröffnet sich eine einmalige Chance, den Bildungsstandort langfristig weiterzuentwickeln und auch künftigen Generationen ausreichend Raum zu bieten.